In einem Festgottesdienst mit der Musikgruppe JimK wurde unser neuer Pastor Maiko Müller am 8. Oktober in sein Amt in Biebesheim eingeführt. Der aus Brasilien stammende Pastor besuchte zusammen mit seiner Frau Djessica die Christliche Bildungsstätte Fritzlar (CBF). Erfahrungen als Pastor sammelte er anschließend in der Schweiz und in Brasilien. Michael Steffan stellte der Festgemeinde die Pastorenfamilie vor, „die aus Brasilien nach Deutschland direkt in die ‚Metropole‘ Biebesheim umgesiedelt ist.“ Zur Familie gehören die beiden Jungs, Tobias 5 Jahre und Richard 2 Jahre. 


Die Gemeinde hat die Müllers mit offenen Armen empfangen. 44 Tage konnten sie sich bereits einleben und erfreuen sich an der Natur rund um den Rhein. Mit dem Gemeinderat hat Maiko bereits eine Wochenendklausur absolviert, wo sie sich näher kennenlernten.
Bei einem heiteren Quiz, den die Jugendgruppe vorbereitet hatte, erfuhr das neue Pastorenehepaar einiges über seine neue Heimat Biebesheim. Sie traten im Duell gegen Rainer Klinner an, der ja 11 Jahre in Biebesheim Pastor war. Bei der Frage, für welche Tiere Biebesheim weltweit bekannt sei, meinte Rainer: „es muss der Storch sein, da wir hier vier Kinder bekommen haben“. Ganz unbekannt war den Müllers unsere Gemeinde nicht, denn sie waren bereits vor sieben Jahren bei einem Baueinsatz der Bibelschule (CBF) an unserem neuen Gemeindehaus tatkräftig beteiligt.
Von unserer Gemeinde bekam unser neuer Hirte ein originelles Geschenk: Eine Schäferschippe. Ottmar Schäfer erläuterte ihre Einsatzmöglichkeiten bei einer Schafherde. Maiko soll dies nun auch auf den geistlichen Hirten mit seiner Gemeinde zu übertragen.

Seiner Festpredigt legte Rainer Klinner einen Vers aus Apostelgeschichte 20, 28 zugrunde, wo Paulus den Leitern der Gemeinde in Ephesus schrieb: „Habt acht auf euch selbst und auf die ganze Gemeinde, für die euch der Heilige Geist als Hirten eingesetzt hat.“ Rainer betonte in seiner Predigt: „Nimm dir, Maiko, Zeit für dich selbst, um deinen eigenen Glauben zu vertiefen. Bleibe selbst geistlich lebendig, um das auch weitergeben zu können. Sei ein Hirte für die ganze Gemeinde (Jung und Alt) und führe sie auf die Weide, die wirklich satt macht… damit die Gemeinde erfüllt wird von dem Geist der Liebe Jesu.“ Der Gemeinde riet er, sich zu öffnen, damit Probleme und Anliegen angesprochen werden können.

Bürgermeister Thomas Schell wünschte dem Pastorenehepaar für das schöne, aber auch verantwortungsvolle Amt, viel Glück, Erfolg und Gottes Segen. Er betont, dass der Kirchenbau (in Eigenleistung) ein gutes Symbol der Zusammenarbeit unserer Gemeinde sei. Valentin Schüle sprach für die süddeutschen Pastoren des Freikirchlichen Bundes der Gemeinde Gottes. Er wählte ein Text aus 1. Petrus 1, 2+3: „Ihr seid von Gott erwählt und durch den Heiligen Geist berufen. Gott gebe euch viel Gnade und Frieden unter dem Dach der Liebe.“
Pfarrer Mundstein aus Gernsheim überbrachte Segensgrüße der Evangelischen Allianz im Ried und ermutigte mit dem Bibelvers aus 1. Tim. 1,7 „Gott gab uns nicht den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ Dann übergab er noch ein Geschenk mit dem Hinweis „damit ihr die guten Gaben Gottes in flüssiger Form genießen könnt“.

Von den Landeskirchen wurden schriftliche Grußworte verlesen. Pfarrer Fillauer von der Katholischen Kirche „wünscht der Gemeinde von Herzen, ‚lebendige (Mosaik) Steine‘ zu sein und immer mehr zu werden, dem Pastorenehepaar Müller, dass sie dort mutig weiterbauen, wo bereits ein guter Grund gelegt ist und uns allen, dass wir uns von Grund- und Eckstein Christus stets getragen wissen.“ Die Pfarrerinnen der Evangelischen Kirche Siebers und Herwig grüßten mit einem Vers aus Jesaja 29, 7 „Suchet der Stadt Bestes und betet für sie!“ „Wir wünschen Euch und Ihnen als christlicher Gemeinschaft gute Ohren und Augen, weite Herzen, Kraft für das Tun. Gott segne Euch! Dir, Maiko, wünschen wir für Deinen Dienst als Pastor gutes Gelingen, Geduld und Freude bei deiner Arbeit.“

Abschließend wurde Maiko Müller von Rainer Klinner ordiniert und vom gesamten Gemeinderat mit einem Segensgebet in den Dienst der Evangelischen Freikirche Biebesheim eingesetzt.

Bei Kaffee und Kuchen verweilten wir noch an festlich gedeckten Tischen. Es waren einige Gäste aus anderen Gemeinden unseres Gemeindebundes gekommen, die mit Müllers in herzlicher Verbundenheit stehen.